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2025-06-28 17:46 Lesezeit: 4 Min

EQT einigt sich auf 167,5 Mio. $ Vergleich in Sammelklage wegen überzogener Fusionsversprechen.

In einer bedeutenden Entwicklung für die Unternehmensverantwortung und Anlegerschutzrechte hat der US-amerikanische Energiekonzern EQT einer Vergleichszahlung von 167,5 Millionen US-Dollar in einer Sammelklage zugestimmt. Die Klage resultierte aus Vorwürfen, dass EQT die finanziellen Vorteile seiner umfangreichen Fusion mit Rice Energy aus dem Jahr 2017 – einer Transaktion im Wert von 6,7 Milliarden US-Dollar – übertrieben dargestellt hatte.

Hintergrund und Beteiligte des Rechtsstreits

Zu den Klägern gehörten institutionelle Investoren wie der Government of Guam Retirement Fund, der Eastern Atlantic States Carpenters Annuity Fund, der Eastern Atlantic States Carpenters Pension Fund und das Cambridge Retirement System. Die Akquisition von Rice Energy im Jahr 2017, die damals auf 6,7 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde, war die bisher größte Transaktion von EQT und sollte das fusionierte Unternehmen zum führenden Erdgasproduzenten der Vereinigten Staaten machen. Aktuell rangiert EQT als zweitgrößter Gasproduzent des Landes, was die Größenordnung der mit dem fraglichen Merger verbundenen Operationen unterstreicht.

Die historische Einigung

Die Vergleichszahlung von 167,5 Millionen US-Dollar in bar ist in der Rechtsgemeinschaft besonders bemerkenswert. Die Anwälte der Kläger hoben hervor, dass es sich um die größte Wiedergutmachung aus einer Wertpapier-Sammelklage in der Geschichte des U.S. District Court for the Western District of Pennsylvania und die 14. größte im Bereich des U.S. Court of Appeals for the Third Circuit handelt. Diese Größenordnung spiegelt die Ernsthaftigkeit der Behauptungen bezüglich der Anlegertäuschung im Zusammenhang mit den prognostizierten Vorteilen des Mergers wider.

Abschluss eines langwierigen Verfahrens

Die Einigung beendet fast sechs Jahre Rechtsstreitigkeiten, die drei Mediationssitzungen umfassten, für den Fall mit dem Titel In Re EQT Corporation Securities Litigation, der ursprünglich im Juni 2019 eingereicht wurde. Dieses Ergebnis wird als günstig für die Mitglieder der Sammelklage angesehen, da es eine sofortige Wiedergutmachung bietet und das erhebliche Risiko mindert, einen wesentlich geringeren Betrag oder gar keine Entschädigung zu erhalten, wodurch ein langwieriger Rechtsstreit über Unternehmensoffenlegungen abgeschlossen wird.

Sophie Krüger
Autor
Deutschland

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