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2025-06-18 21:26 Lesezeit: 5 Min
Analyse +2

Harley-Davidson ruft über 82.100 Softail-Motorräder zurück: Gefahr durch Stoßdämpfer-Halterung.

Harley-Davidson leitet eine umfassende Rückrufaktion für über 82.100 Softail-Motorräder ein. Dieser Schritt unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung strenger Qualitätskontrollen für globale Fertigungsriesen. Die Aktion betont die entscheidende Bedeutung der Bauteilintegrität für die Fahrersicherheit, insbesondere für eine Marke, die Synonym für Zuverlässigkeit und Leistung ist.

Der Kern des Problems: Bruchgefahr an der Stoßdämpferhalterung

Das Kernproblem liegt in einer spezifischen Befestigungslasche des hinteren Stoßdämpfer-Einstellers. Laut einem bei der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) eingereichten Bericht könnte diese Lasche brechen. Sollte dies geschehen, könnte der Einsteller mit dem Hinterreifen in Kontakt kommen und eine Rille in diesen schneiden, was zu einem plötzlichen Druckverlust des Reifens führen könnte. Die NHTSA hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein solch schneller Druckabfall das Unfallrisiko erheblich erhöht und somit eine ernsthafte Sicherheitsbedrohung für Fahrer darstellt.

Betroffene Modelle und die geplante Abhilfemaßnahme

Die betroffenen Modelle umfassen eine Reihe von Baujahren, darunter spezifisch die Softail-Motorräder FLDE der Jahre 2018-2019, FLHC der Jahre 2018-2021, FLHCS der Jahre 2018-2024, FLHCS ANV der Jahre 2018 und 2023, FXLRS der Jahre 2020-2024, FXLRST der Jahre 2022-2024 und FXRST des Jahres 2022. Besitzer dieser potenziell betroffenen Motorräder werden voraussichtlich bis Mitte Juni offizielle Benachrichtigungsschreiben erhalten. Die erforderliche Abhilfemaßnahme, die kostenlos zur Verfügung gestellt wird, beinhaltet die Installation neuer Hardware durch autorisierte Harley-Davidson-Händler. Dies umfasst eine Halterung, die die Bewegung des Vorspannungseinstellers begrenzt und jeglichen Kontakt mit dem Hinterreifen verhindert. Es ist bemerkenswert, dass einige der Motorräder, die in dieser aktuellen Rückrufaktion enthalten sind, bereits von einer Rückrufaktion im August 2023 betroffen waren, die über 65.200 Einheiten umfasste. Dies deutet auf eine wiederkehrende Aufmerksamkeit für die Leistung bestimmter Komponenten hin.

Proaktive Maßnahmen sichern Markenreputation und Fahrersicherheit

Trotz des Umfangs dieser Rückrufaktion hat Harley-Davidson keine Unfälle oder Verletzungen gemeldet, die direkt auf diesen spezifischen Defekt zurückzuführen sind – ein entscheidender Aspekt zur Aufrechterhaltung der Markenreputation und des Verbrauchervertrauens. Für ein Unternehmen, das im Jahr 2024 weltweit fast 149.000 Motorräder verschiedener Modelle ausgeliefert hat, sind solche proaktiven Sicherheitsmaßnahmen integraler Bestandteil seiner Betriebsstrategie und seines Engagements für das Wohl der Fahrer. Diese Rückrufaktion spiegelt einen Industriestandard wider, dem große Automobilhersteller (OEMs) folgen, um potenzielle Sicherheitsbedenken umgehend zu adressieren.

Verfahren zur VIN-Überprüfung für Motorradbesitzer

Um Besitzern die Feststellung zu erleichtern, ob ihr Motorrad betroffen ist, unterhält Harley-Davidson eine spezielle Seite auf seiner Webseite. Dort können Fahrer den Rückrufstatus ihres Fahrzeugs durch Eingabe der Fahrgestellnummer (VIN) überprüfen. Dieses Tool bietet eine direkte und zugängliche Methode für Verbraucher, um über Produktsicherheitsmaßnahmen, die ihre Motorräder betreffen, auf dem Laufenden zu bleiben.

Maximilian Braun
Autor
Deutschland

Verknüpft Branchenperspektiven und ordnet Entwicklungen ein.

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