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2025-10-03 08:56 Lesezeit: 4 Min

BMW ruft 145.000 Autos wegen Brandgefahr zurück

BMW steht vor einer erheblichen Sicherheitsherausforderung und leitet einen Rückruf ein, der über 145.000 Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten betrifft. Das Kernproblem liegt in einem defekten Anlassermotor, der die Gefahr birgt, zu überhitzen und potenziell einen Brand im Motorraum auszulösen. Diese jüngste Maßnahme unterstreicht ein wiederkehrendes Problem für den Automobilhersteller, nur wenige Tage nach einem separaten Rückruf, der eine ähnliche Fehlfunktion bei fast 200.000 Autos behandelte.

Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat die potenzielle Gefahr detailliert dargelegt und erklärt, dass der Anlassermotor bei wiederholten Startversuchen eine elektrische Überlastung erfahren und dadurch überhitzen kann. Diese erhöhte Temperatur stellt eine direkte Bedrohung dar, da sie in der Nähe befindliche brennbare Materialien im Motorraum entzünden und somit das Risiko eines Fahrzeugbrandes erhöhen kann. Die am Mittwoch veröffentlichte Mitteilung der NHTSA wies darauf hin, dass Insassen bei Auftreten des Defekts Rauch bemerken oder Brandgeruch wahrnehmen könnten.

Dieser umfangreiche Rückruf umfasst eine Reihe von BMW-Modellen, die zwischen 2019 und 2025 hergestellt wurden, darunter bestimmte Varianten des 340i, X6, 840i, 740Li, X7 und X5. Die Identifizierung betroffener Fahrzeuge wird durch Fahrzeug-Identifikationsnummern (FIN) erleichtert, die ab dem 17. November 2025 auf der Website der NHTSA durchsuchbar sein werden.

BMW-Händler werden das Problem beheben, indem sie die fehlerhaften Anlassermotoren kostenlos durch Komponenten eines überarbeiteten Designs ersetzen. Ein Sprecher von BMW gab an, dass das Unternehmen aktiv die Lieferung der notwendigen Ersatzteile an seine autorisierten Servicezentren priorisiert, wobei die ersten Lieferungen für Ende des laufenden Monats geplant sind. Die Besitzer werden direkt benachrichtigt, sobald die Teile verfügbar sind, und aufgefordert, ihre kostenlosen Reparaturen zu vereinbaren.

Obwohl dieser Rückruf ein ernstes Sicherheitsbedenken angeht, hat die NHTSA erklärt, dass BMW derzeit keine Unfälle oder Verletzungen bekannt sind, die direkt mit diesem spezifischen Anlasserdefekt in Verbindung stehen. Diese proaktive Maßnahme steht jedoch im Einklang mit einem kürzlich erfolgten Rückruf von rund 196.000 Fahrzeugen wegen eines vergleichbaren Problems mit überhitzenden Anlassermotoren. In beiden Fällen wurden die Besitzer dringend aufgefordert, ihre betroffenen Fahrzeuge vorsorglich im Freien zu parken, angesichts des anhaltenden Brandrisikos, unabhängig davon, ob das Fahrzeug in Betrieb ist oder stillsteht.

Sophie Krüger
Autor
Deutschland

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