Die U.S. Federal Trade Commission (FTC) hat rechtliche Schritte gegen Fitness International und Fitness & Sports Clubs eingeleitet, die Unternehmen hinter prominenten Fitnessketten wie LA Fitness, Esporta Fitness, City Sports Club und Club Studio. Die Klage wirft diesen Unternehmen vor, die Kündigung von Mitgliedschaften für Verbraucher systematisch "extrem schwierig" gemacht und dadurch illegal Hunderte Millionen Dollar an wiederkehrenden Gebühren eingenommen zu haben. Dieses behördliche Eingreifen unterstreicht eine umfassendere bundesweite Anstrengung zur Bekämpfung manipulativer Geschäftspraktiken, die Verbraucher in unerwünschte Abonnements locken.
- Die FTC verklagt Fitness International & Fitness & Sports Clubs.
- Betroffen sind Ketten wie LA Fitness, Esporta Fitness, City Sports Club und Club Studio.
- Vorwurf: Systematische Erschwerung der Mitgliedschaftskündigung.
- Illegale Einziehung von Hunderten Millionen Dollar an Gebühren.
- Ziel der FTC: Bekämpfung manipulativer Geschäftspraktiken.
- Die Anschuldigungen betreffen Zehntausende Mitglieder.
Details der Anschuldigungen und Verbraucherfrustrationen
Laut der Beschwerde der FTC haben die angeblichen Praktiken Zehntausende von Mitgliedern belastet. Andrew N. Ferguson, Vorsitzender der FTC, hob die gängigen Herausforderungen hervor, denen Verbraucher bei dem Versuch begegnen, ihre Fitnessstudio-Mitgliedschaften zu kündigen. Er merkte an, dass eine Kündigung häufig die Kontaktaufnahme mit bestimmten Managern erforderte, die oft nicht verfügbar waren, während Versuche, per Post zu kündigen, ebenfalls auf erhebliche Hindernisse stießen und von einfachen und zugänglichen Methoden abwichen.
Absichtlich komplizierte Kündigungsprozesse
Der Kern der FTC-Klage ist, dass die verfügbaren Kündigungsprozesse bewusst kompliziert gestaltet wurden. Verbraucher wurden angeblich gezwungen, Formulare per Post einzusenden oder ein physisches Fitnessstudio aufzusuchen, nur um festzustellen, dass das für Kündigungen zuständige Personal häufig abwesend war. Diese Klage, so Chairman Ferguson, zielt darauf ab, das finanzielle Wohlergehen der Verbraucher zu verbessern, indem verhindert wird, dass ihnen Kosten für Mitgliedschaften entstehen, die sie nicht mehr wünschen.
Stellungnahme von Fitness International
Als Reaktion auf die Vorwürfe gab Jill Hill, Präsidentin des Club Operations von Fitness International, eine Erklärung ab, in der sie ihr Vertrauen in die rechtliche Position des Unternehmens zum Ausdruck brachte. Sie betonte, dass das Unternehmen sorgfältig alle staatlichen Gesetze bezüglich der Mitgliedschaftskündigungen einhalte und mindestens jede staatlich vorgeschriebene Kündigungsmethode anbiete. Fitness International beabsichtigt, seine Praktiken energisch zu verteidigen, während es sich bemüht, seinen Mitgliedern klare, einfache und faire Mitgliedschaftserfahrungen zu gewährleisten. Mitgliedschaften dieser Ketten können bis zu 299 US-Dollar pro Monat kosten, wobei verschiedene optionale Zusatzleistungen verfügbar sind.
Breiterer Kontext und fortgesetztes Engagement der FTC
Diese Maßnahme steht im Einklang mit dem anhaltenden Mandat der FTC, unfaire Geschäftspraktiken zu verhindern, insbesondere solche, die schwer kündbare Abonnements und wiederkehrende Gebühren betreffen – ein Muster, das die Behörde, wie von Reuters berichtet, bereits zuvor ins Visier genommen hat. Die aktuelle rechtliche Anfechtung eines großen Akteurs in der Fitnessbranche spiegelt das fortgesetzte Engagement der FTC für den Verbraucherschutz in der sich entwickelnden Landschaft der abonnementbasierten Dienste wider.